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Vor 1200 Jahren...
Das Gebiet um Spalt war altes Königsland und kam schon in der frühkarolingischen Zeit durch Schenkung an die Kirche in Regensburg.
Ein alter Codex (Handschrift) berichtet aus der Zeit Karl des Großen (742– 814) vom Gebiet der Rohrer Mark (der Emmeramer Mark) und von einer Ansiedlung an der Rezat (später Spalt) die dem Regensburger Kloster St. Emmeram, vom deutschen König überlassen wurde.
Während der Frankonisierung taucht diese alemannische Ansiedlung erstmalig auf.
Das Kloster “St. Salvator“, benannt nach dem Erlöser, an der „Rehtratanza“ (Rezat) im Gau “Svalaveld“ (Sualafeld, Schwalfeld), das dem Regensburger Bischof Adalvin unterstand, wird in einer Schenkungsurkunde erwähnt.
Die Schenkung der Bibertmark durch Graf Ekkibert.
Der Ranggaugraf „Ekkibert“ stiftet dem Kloster “Sankt Salvator“ ein Stück Land aus seinem Besitz, zu seinem Seelenheil (Traditio Ekkiberte Comitis).
Die Schenkungsurkunde ist der Grund für die Klostererwähnung im Jahre 810
„Monasterium sancti Salvatoris, quod est constructum iuxta fluenta Rehtratanza“
(Kloster Sankt Salvator, das erbaut ist nächst – an den Ufern – der Rezat)
Graf Ekkibert (Graf vom Rangau) stiftet aus seinem Eigentum Ländereien, am Zusammenfluss zweier Flüsse Piparodi, (Bibert – Haslach) im Ranggau (Münchszell – Kehlmünz).
Er wies seinen Vasallen und Gesandten Deotbert aus dem Volkfeldgau an, von seinem Eigentum im Rangau, das unkultivierte Land an dem Ort, wo die beiden Flüsse Piparodi zusammenfließen dem Kloster zu übergeben.
Deotbert sollte das genannte Land mit Zugehörigkeiten für das Kloster St. Salvator, das am Rezatfluss errichtet und vom Abtbischof Adalwin geleitet wird, dem Bischof übergeben und ihn einzuweisen. Die formelle Übergabe fand im Kloster im Gau Sualafeld statt.
Deotbert und sein Gefährte Friedabert übergaben dort nach “fränkischen Recht“ in Gegenwart von 26 Augen- und Ohrenzeugen die genannten Güter dem Regensburger Abtbischof Adalwin.
Die Namen der Zeugen waren:
Erchanloh, Muniholf, Herimot, Reginfrid, Leidrat, Adalpreht, Gisalfrid, Pernger, Wolfhart, Herirat, Wico, Altuni, Irminfrid, Halpdurinc, Amalger, Einhart, Egispreht, Rihpold, Otfrid, Adalram, Gisalpreht, Menginhart, Meginfrid, Deotolf, Sigihart, Engilhart.
Die Einweisung fand im Ort Piparodi einige Zeit danach statt, sie wurde vollzogen durch Deotbert und dem von ihn erbetenen Salmann Ruodfrid in Gegenwart des persönlich erschienenen Abtbischof Adalwin und seinen Zeugen.
Eingewiesen wurden Gebäude, Scheuern, Ländereien, Felder, Waldungen, Wiesen, Weiden, Gewässer und eine Mühle. Danach erfolgte die Umschreitung der Grenzen des eingewiesenen Besitzes. Die Mark stieß im Osten an eine Mark des Abtes Deotkar, im Süden an die Mark des Guntbert. Der Mildacher Steig (Miltachostiga) ein Fußpfad durch den Keuperwald, verband das Kloster St. Salvator in Spalt mit den neuen Besitztümern an der Bibert.
Das tatsächliche ursprüngliche Gründungsjahr des Klosters ist leider ungewiss: Erich Freiherrr von Die Gründung hänge mit dem Sturz des Bayernherzogs Tassilo im Jahre von Guttenberg meint: 788 zusammen, König Karl habe durch Schenkungen von Königsland an den Bischof in Regensburg diesen zum Freund gewinnen wollen. Sachs: Setzt die Gründungszeit in die Jahre 781 – 801, als in Eichstätt Bischof Gerhoh (787 781 - 806), der Nachfolger Willibalds (700 – 787 781 ) regierte. Haag : Im Jahr 791 ernannte König Karl den Regenburger Bischof Adalwin zu seinen Hofgeistlichen, da sein bisheriger Bischof Sindbert aus dem Krieg gegen die Awaren nicht mehr zurückgekehrt ist, Adalwin stand ihm treu zur Seite und erhielt dafür die beiden Gebiete Spalt und Rohr, darum könnte das Folgejahr 792 als Klostergründung in Frage kommen. Karl der Große weilte oft in Regenburg, er unterhielt innige Verbindungen zu St. Emmeram, seine Hofgeistlichen entnahm er diesen Benediktinerorden, den Klöstern gegenüber aus denen seine Geistlichen und Verwaltungsbeamten stammten zeigte er sich sehr schenkungsfreudig.
Der Schwabacher Lehrer und Geschichtsforscher Christopher Haag unternahm einen Rekonstruktionsversuch, das Sankt Salvatorkloster in Spalt darzustellen:
Im Jahre 1142 tauschte der Bischof von Regenburg die Schenkungsgüter, Zell und Kehlmünz, sowie Kapsdorf, gegen Güter in der Oberpfalz. Im Buch des Regensburger Propstes Arnold (um 1031) wird berichtet: Viniver caespes spalt icus, das weintragende Spalter Land (erste Erwähnung des Ortsnamens Spalt) Kaiser Karl der Große (742-814), soll Wein von der Spalter Rebe getrunken haben.
Alle Angaben stammen aus:
Heinrich Schlüpfinger - Heimatkundliche Hefte, Nr. 20
Christopher Haag - Kloster, Stifte, Stadt und Hopfen 1961/62
Willibald Ulsamer - Heimatkundliche Hefte, Nr. 3
10.11.2008 Walter Bachmann

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